Weinwanderung als Betriebsausflug

Lange Zeit waren in Unternehmen gemeinsame Unternehmungen nicht möglich. Die Corona-Pandemie hat viele Unternehmen nicht nur zu geschäftlichen Einschränkungen gezwungen. Auch die Kontakte der Mitarbeiter untereinander wurden wegen der hohen Ansteckungsgefahr in Innenräumen stark reduziert. Mit den sinkenden Inzidenz- bzw. Corona-Fallzahlen tauen die Menschen allerdings wieder auf. Und auch Unternehmen werden wieder mutiger. Der eine oder andere Betriebsausflug ist sicherlich schon geplant. Gerade in der jetzigen Zeit fragen sich zudem immer mehr Unternehmensleitungen, ob sie eventuell einen Betriebsausflug organisieren sollen – natürlich unter Einhaltung aller Hygieneregeln. Der Grund, warum gerade jetzt, wo die Corona-Pandemie ein bisschen abgeflaut ist, der richtige Zeitpunkt für einen Betriebsausflug ist, sollte eigentlich jeder Unternehmensleitung klar sein: Nach Monaten der Entbehrung und Monaten der Ungewissheit und vielleicht dem Verlust von geliebten Menschen in der Corona-Pandemie kann ein Betriebsausflug die Moral stärken und endlich wieder für mehr Bewegung sorgen. Wen ein Unternehmen Mitarbeiter hat oder hatte, die lange im Homeoffice waren, ist ein solcher Ausflug mit den Kollegen umso wichtiger. Denn die Gefahr, dass sich einige Kollegen untereinander fremdgeworden sind, ist sehr groß. Ein Betriebsausflug kann auch als eine Art Belohnung angesehen werden in dieser Zeit – besonders dann, wenn es darum ging die Arbeitsplätze zu erhalten, wobei bei den Mitarbeitern damit vielleicht ein Lohnverzicht verbunden war. In diesem Fall könnte der Betriebsausflug als eine Art Wertschätzung angesehen werden. Grundsätzlich ist die Meinung verbreitet: Betriebsausflüge sind wichtig!

Vorteile der Weinwanderung als Betriebsausflug

Die Frage ist, allerdings wohin es gehen soll? Was interessiert die Mehrheit der Mitarbeiter? Was würden die Mitarbeiter gerne gemeinsam unternehmen? Ideal wäre – vor allem in Zeiten von Corona – eine Aktivität zum Betriebsausflug, die im Freien stattfindet. Grund dafür ist, dass die Ansteckungsgefahr im Freien laut der Mehrheit der Virologen vernachlässigbar hoch ist. In Zeiten wie diesen, wo immer noch auf Abstandsregeln etc. geachtet werden muss wegen der Pandemie, sind Wanderungen als Betriebsausflug vorzuziehen. Sehr gut eignet sich eine Weinwanderung, weil eine solche Wanderung gleich zwei Dinge miteinander verbindet – Bewegung an der frischen Luft und gleichzeitig die Aussicht auf einen schönen Schoppen Wein. Kein Wunder also dass die Weinwanderung zu den beliebtesten Betriebsausflug Ideen zählt.

Weinwanderung als Betriebsausflug planen

Eine Weinwanderung als Betriebsausflug muss natürlich geplant werden. Zunächst einmal gilt es einen Wanderweg zu finden, der auch tatsächlich zu einem Weingut hinführt, wo die Verkostung letztlich stattfindet oder zumindest einen Wanderweg, der an einem Weingut vorbeiführt. Als Weinwandergebiete bieten sich die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, aber auch Baden und Franken.

Die Planung der Strecke ist wesentlicher Teil der Vorbereitung für eine Weinwanderung als Betriebsausflugs-Event. Diese sollte nicht zu anstrengend sein. Natürlich kann nicht auf jeden Mitarbeiter Rücksicht genommen werden. Gibt es jedoch viele schwergewichtige Mitarbeiter im Unternehmen oder der Abteilung muss der Chef bzw. Abteilungsleiter schon abwägen, wie weit die Wanderung gehen kann oder sollte. Ein positiver Aspekt ist jedoch – vor allem nach den langen Corona-Monaten – dass ein 70 Kilogramm schwerer Wanderer bei einem Wandertempo von durchschnittlich vier Stundenkilometern über ebenes Gelände (was für eine Weinregion nicht selbstverständlich ist) 300 bis 350 Kalorien in der Stunde verbrennt. Auf bergigen Strecken – üblich für eine Weinregion – werden sogar in der Stunde bis zu 550 Kalorien in der Stunde verbrannt. Natürlich geht den Chefs oder Abteilungsleitern auch nicht darum, dass die Mitarbeiter so viel Kalorien wie möglich verbrennen. Es kommt eher darauf an, wie schnell die Wandergruppe unterwegs sein kann. Dies berührt in dem Sinn die Planung für die Weinwanderung, da es auch ein zeitlicher Aspekt ist, der geplant werden will. Grund dafür ist, dass das Weingut, auf dem die Weinprobe durchgeführt werden soll, auch zeitlich planen muss.

Ebenfalls ein Teil der Streckenplanung sollte sein, dass der Transport hin zum Ausgangsort der Weinwanderung und der Rücktransport nach der Weinprobe organsiert wird. Nicht alle Unternehmen haben schließlich den Vorteil, dass eine tolle Weinbauregion direkt „vor der Haustür“ zu finden ist. Natürlich kann hier auf die regionale Weinbauregion zurückgegriffen werden, die aber oftmals auch einige Dutzend Kilometer entfernt ist. Für das Unternehmen heißt das: Eventuell einen Bus mieten, der die Mitarbeiter zum Ausgangsort der Wanderung bringt, und vor allem nach der Weinprobe auf dem Weingut wieder sicher zurück möglichst nahe ans Zuhause.

Ebenfalls gut geplant werden muss – weil die Betreiber des Weinguts das wissen müssen für ihre eigene Planung – wie viele Personen an der Weinwanderung teilnehmen. Dies ist auch wesentlich für die Platzreservierung auf dem Weingut. Denn auch das Weingut hat nicht unendlich viele Plätze. In der Folge von Corona ist es sogar so, dass auch auf einem Weingut für die Weinprobe wesentlich weniger Plätze zur Verfügung stehen. Denn auch dort muss – auch wenn im Freien – auf Abstand geachtet werden. In der Regel teilt man auf dem Weingut – nicht nur in Corona-Zeiten und wegen der damit verbundenen Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen in Bezug auf die Gastronomie (Personen am Tisch) – eine größere Weinwandergruppe in mehrere kleine Gruppen ein, wobei als optimale Personenzahl für eine Weinprobe 3 bis 6 Personen angesehen werden. Und das entspricht aktuell (Mitte Juni 2021) den Regelungen in der Gastro in den meisten Bundesländern und Landkreisen in Deutschland. Für die Weinprobe reicht dabei eine Flasche Wein mit 750 Milliliter Inhalt für ca. 12 Personen, also für zwei Tische.

Tipps und Tricks

Die Planung einer Weinwanderung ist gar nicht so einfach. Zunächst einmal geht es darum, dass ein Unternehmen es in der Corona-Pandemie – auch wenn der Impfstatus sehr hoch ist und die Fallzahlen bzw. Inzidenzen niedrig – mit der Weinwanderung für einen Betriebsausflug einen guten Mittelweg findet, damit die Mitarbeiter wieder einmal zusammenkommen. Da sich diese Aktivität im Freien abspielt ist dies in Zeiten von Corona gar keine schlechte Idee. Um die Planung für die Weinwanderung ein bisschen voranzutreiben, sollte sich derjenige, der die Weinwanderung plant, vor allem Gedanken machen, wo die Wanderung stattfinden soll. Deutschland hat sehr viele schöne Weinregionen. Beinahe kann man sagen, dass die Entscheidung schwer fällt. Im Zuge des neuen Umweltbewusstseins sollte die Weinwanderung möglichst regional stattfinden. Das heißt, es sollte nicht eine lange Anreise zum Wanderauspunkt vorliegen müssen. Die Anreise und auch die Rückfahrt sollte zentral organisiert sein. So geht man sicher seitens des Unternehmens, dass alle Mitarbeiter gut zuhause ankommen, da auf einer Weinprobe doch schon mal bisschen viel getrunken wird.